Krise und Unternehmenskultur

Juni 14, 2009 by wilhelmkuester

Hallo Blog-Fans,

was meinen Sie, hat Unternehmenskultur in Krisenzeiten eine geringere Bedeutung? Oder kann sie gerade in solchen Umbruchszeiten  ihre Stärken zeigen?

Auf Ihre Meinungen zu diesem aktuellen Thema sind wir gespannt.

Ihre Blog-Redaktion

Blog für KMU und Unternehmensgründer

Mai 24, 2009 by wilhelmkuester

Hallo, Blogleser, KMU, Unternehmensgründer,

ich habe ein interessantes Blog entdeckt, dass Ihnen Erfahrungen anderer Unternehmer bzw. Unternehmensgründer präsentiert und viele wertvolle Tipps liefert.

Hier die Blog-Adresse:

startup-und-kmu.de

Viel Erfolg damit

wünscht Ihnen

die Redaktion des Unternehmenskultur-Blogs.

Rechnen sich glückliche Mitarbeiter?

Mai 12, 2009 by wilhelmkuester

Auszug aus:  Nürnberger Nachrichten, 11. Mai 2009

Bericht über den Vortrag des Glücksforschers Karlheinz Ruckriegel beim Festakt des Lions Club Nürnberg

Ruckriegel empfiehlt statt Karrierestreben eine Balance zwischen Arbeit und Leben.

Deutsche sind unglücklich

[...]Deutschland ist zwar die viertreichste Nation der Welt, liegt aber bei einer Untersuchung zum Glücklichsein international nur auf Platz 35.[...]

Geld jedenfalls macht nicht glücklich, sonst würde das Streben nach mehr bei den Superreichen ja nachlassen.[...]

Ruckriegel setzt dagegen auf liebevolle Beziehungen, die allerdings Zeit voraussetzen; auf positive Einstellung, Gesundheit, befriedigende Arbeit, gute soziale Beziehungen in den Unternehmen, Werte und Ziele. Immer mehr Firmen und Führungskräfte begreifen, dass positive Unternehmenskultur nicht nur die die Glückshormone purzeln lässt, sondern sich rein betriebswirtschaftlich auf der Habenseite verbuchen lässt.[...]

Was meinen Sie dazu, liebe Blogleser? Kann Arbeit glücklich machen und rechnen sich glückliche bzw. zufriedene Mitarbeiter tatsächlich?

Sozialkompetenz bei der Leistungsbeurteilung

Mai 5, 2009 by wilhelmkuester

aus der Süddeutschen Zeitung vom 15.04.2009
Interview: Barbara Sommerhoff

Faires Feedback
Leistungsbeurteilung

Ohne Respekt ist jede Mitarbeiterbewertung kontraproduktiv: Unternehmensethiker Andreas Suchanek erklärt, warum Sozialkompetenz für die Beurteilung von Menschen so wichtig ist.

Wer andere Menschen beurteilt, muss über Sozialkompetenz verfügen, sagt der Leipziger Wirtschafts- und Unternehmensethiker Andreas Suchanek. Das bedeutet: dem anderen mit Respekt und Fairness zu begegnen, ihm Vertrauen zu schenken und bereit zu sein, Verantwortung zu übernehmen. Ein Beurteilungsverfahren, das auf ethischen Werten basiert, trage sogar zur Wertsteigerung des Unternehmens.

Was meine unsere Blogleser zu diesen Feststellungen des Wissenschaftlers?

DB: Mängel in der Unternehmenskultur

Mai 5, 2009 by wilhelmkuester

aus der Süddeutschen Zeitung vom 25.04.2009

Mehdorns Trümmerhaufen
Deutsche Bahn

Ein Kommentar von Michael Bauchmüller

Der neue Bahn-Chef Rüdiger Grube übernimmt ein Reich des Misstrauens. Nun muss er ein neues Klima schaffen.

In der Bahn herrscht nach dem Abgang von Bahn-Chef Hartmut Mehdorn ein Klima des Misstrauens.

Nächste Woche will Rüdiger Grube eine erste Runde durch das Unternehmen drehen. Er ist dann ganz offiziell der künftige Bahn-Chef. An diesem Samstag will der Aufsichtsrat seine Bestellung bestätigen, Anfang Mai tritt er an. Grube hat schon angekündigt, er wolle sich erst mal selbst ein Bild machen vom Unternehmen, das er führen soll. Wenn er genau hinschaut, wird er seinen Augen kaum trauen. Was er im Inneren der Bahn vorfindet, wird erschreckend sein.[...]

“Unternehmenskultur” ist ein klangvolles Schlagwort aus dem Wörterbuch der Wirtschaft. Wie sehr ein Mangel an solcher Kultur ein Unternehmen beschädigen kann, lässt sich an der Bahn glänzend studieren. Der Ausgangspunkt war nicht einmal spektakulär. Offenbar war es einfach so, dass die Spitze des Konzerns keine Widerrede duldete. Wer fundamentale Leitlinien missachtete, insbesondere die Doktrin eines Groß-Börsengangs der Bahn samt Schienennetz, hatte in Führungspositionen nichts mehr zu suchen. Wer eine andere Meinung vertrat und diese mit anderen teilte, konnte sich der besonderen Aufmerksamkeit seiner Vorgesetzten gewiss sein; vielfach ersetzte Repression die Diskussion.[...]

Liebe Blog-Leser, was hier angedeutet wird, geht wohl weit darüber hinaus, was bisher über die Deutsche Bahn unter Mehdorn bekannt geworden ist.

Was meinen Sie: Kann der neue Bahnchef  bei der Beseitigung der Mängel, insbesondere der Unternehmenskultur, überhaupt erfolgreich sein?

Ressourcen für die Unternehmenskultur

Mai 5, 2009 by wilhelmkuester

aus: Wirtschaftswoche vom 28.04.2009

Bericht

Telekom kämpft nach Datenskandal um Vertrauen

Nach zahlreichen Datenschutz- und Spitzelskandalen will die Deutsche Telekom mit einem Bündel von Maßnahmen das Vertrauen ihrer Kunden zurückgewinnen. Das geht aus dem ersten Datenschutzbericht des Konzerns hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde.[...]

Gleichzeitig stockte die Telekom einem Sprecher zufolge das Budget für Datenschutz und Unternehmenskultur um zehn Mio. auf 27 Mio. Euro auf. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs in dem Bereich um 70 auf rund 560. [...]


Liebe Blog-Leser, kann das funktionieren: Eine bisher anscheinend zu gering entwickelte Unternehmenskultur mit zusätzlichem Geld und Personal voranbringen? Ihre Meinung interessiert mich und wohl auch viele andere.

Das Scheitern eines Unternehmers

Mai 5, 2009 by wilhelmkuester

aus:  DER SPIEGEL, Ausgabe 19/46, vom 04. Mai 2009

Auszug aus einem Interview mit

Philipp Daniel Merckle, 42, über den Suizid seines Vaters und Lehren aus dem Niedergang des schwäbischen Milliardenimperiums

Merckle: [...] Darüber hinaus glaube ich, dass wir als Gesellschaft Lehren daraus ziehen können.

SPIEGEL: Welche hauptsächlich?

Merckle: Dass wir als Unternehmer zurückfinden müssen zu einer gelebten Identität; zu Werten wie Vertrauen, Glaubwürdigkeit, zu verantwortlichem Handeln und den Prinzipien ehrbarer Kaufleute, wie sie beispielsweise mein Großvater noch gelebt hat. Und zu gesundem Maßhalten.[...]

Merckle:  Grundsätzliche Fragen wurden dagegen viel zu selten gestellt: Was wollen wir mit all diesen Firmen? Wofür stehen wir überhaupt? Welches Ziel haben wir – außer Profit? Da verlor mein Vater in den vergangenen Jahren sich selbst aus den Augen … [...]

SPIEGEL: Ihr unternehmerischer Misserfolg könnte zu der These verführen, dass Wirtschaft und Moral, Ethik und Erfolg eben nicht zusammenpassen.

Merckle: [...] Langfristig geht es nicht nur um Kostenmanagement, Benchmark, Profitmaximierung, Steuerschlupflöcher. Es geht um beständige, integre Wege. [...]

Was, lieber Blog-Leser, meinen Sie zu der hypothetischen Frage des SPIEGEL-Interviewers,

“dass Wirtschaft und Moral, Ethik und Erfolg eben nicht zusammenpassen.”?

Ich bin auf Ihre Antworten gespannt!

Werteorientierung steigert Geschäftserfolg

April 20, 2009 by wilhelmkuester

Pressemitteilung vom 24.03.09
von: boloria – kundendialog mit dimension!
Manfred Heros, Inhaber der boloria Marketing Consulting

(Hervorhebungen von der blog-Redaktion)

Eine neue Werteorientierung wird in der Krise für Unternehmen immer wichtiger

Die Teilnehmer des 7. Expertenforums Mittelstand haben am 19.03.09 in Frankfurt zu einer grundsätzlichen Wertedebatte in Deutschland aufgerufen. “Wir müssen uns die Frage stellen, ob das Streben nach Profitabilität wirklich das einzige Ziel menschlichen Handelns ist”. Hierzu der Kommentar von Manfred Heros (boloria Marketing Consulting):

Werteorientierung ernst betrieben nimmt tiefgreifend Einfluss auf alle Geschäftsbereiche eines Unternehmens. Damit sind ein hoher Zeitaufwand und hohe Investitionskosten verbunden. Genau aus diesem Grund gehen viele Unternehmer und Manager dieses wichtige Thema immer noch mit zu wenig Ehrgeiz und Ernsthaftigkeit an. In den Unternehmen herrscht oftmals noch das Denken vor, dass Werteorientierung zu wenig greifbar ist, wenig konkretes hervorbringt und kurzfristig keinen Beitrag zur Umsatzsteigerung leistet. Und genau hier liegt das Dilemma. Das kurzfristige Vertriebsdenken steht bei den Verantwortlichen primär auf der Tagesordnung.

In meiner Ausgabe 03 der Kundeninformation „Cue – Value- und Dialogmarketing im Fokus“ aus dem Jahr 2007 vertiefte ich dieses Thema und ging hierbei speziell auf den Mittelstand ein. Mein Fazit damals: Werteorientierung wird zukünftig erfolgsentscheidend für jedes Unternehmen. Sie muss zum integrierten Bestandteil der Unternehmensstrategie und -kommunikation werden und ist eine Pflichtübung für jeden Manager und Unternehmensleiter. Denn sie fördert sowohl die Orientierung als auch der Transparenz innerhalb des Unternehmens. Darüber hinaus wird das nötige Vertrauen und ein verlässlicher Rahmen geschaffen, um konzentriert arbeiten zu können. Dies belegt auch die aktuelle Führungskräftebefragung 2009. Eine Studie der Wertekommission – Initiative für wertebewusste Führung e. V. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Managerverband e. V.

Letztendlich steigern Unternehmen bei Umsetzung einer werteorientierten Unternehmensstrategie langfristig den Erfolg. Vor allem in Bezug auf das Marketing ist die Werteorientierung eines Unternehmens gewinnbringend. Denn die Krise und die Veränderung des Kommunikationsverhaltens verlangen heute nach neuen Herangehensweisen im Marketing und im Kundendialog. Die Kunden (egal ob B-to-C oder B-to-B) erwarten vor allem Klarheit, Einfachheit und mehrwertorientierte Lösungen.

Soziale Kompetenz in der Mitarbeiterführung

April 19, 2009 by wilhelmkuester

Auszug aus einem Interview von Barbara Sommerhoff mit Prof. Andreas Suchanik in der SZ (15.04.2009)

Faires Feedback
Leistungsbeurteilung

Ohne Respekt ist jede Mitarbeiterbewertung kontraproduktiv: Unternehmensethiker Andreas Suchanek erklärt, warum Sozialkompetenz für die Beurteilung von Menschen so wichtig ist.

Wer andere Menschen beurteilt, muss über Sozialkompetenz verfügen, sagt der Leipziger Wirtschafts- und Unternehmensethiker Andreas Suchanek. Das bedeutet: dem anderen mit Respekt und Fairness zu begegnen, ihm Vertrauen zu schenken und bereit zu sein, Verantwortung zu übernehmen. Ein Beurteilungsverfahren, das auf ethischen Werten basiert, trage sogar zur Wertsteigerung des Unternehmens bei.

SZ: Nicht alle Mitarbeiter begrüßen die regelmäßige, formale Bewertung ihrer Leistung. Können solche Verfahren der Unternehmenskultur schaden?

Suchanek: Wie immer sagt der Wissenschaftler: Es kommt darauf an. Es macht einen großen Unterschied, ob ich ein solches Verfahren in einer ethisch gehaltvollen Form mache, das heißt, ob ich dabei Grundwerte wie Respekt, Fairness, Vertrauen und Verantwortung berücksichtige. Dann ist die Beurteilung ein sehr wertvolles Instrument der Unternehmenskultur. Umgekehrt: Wenn es an diesen Grundwerten fehlt, dann ist das desaströs für die Unternehmenskultur.

SZ: Kennen Sie ein Rezept, wie man es richtig macht?

Suchanek: Darin liegt eine große Herausforderung. Nehmen Sie als Beispiel Respekt. Jeder Mensch weiß, dass er gern von anderen respektiert wird. Und jeder Führungskraft ist klar, dass es wichtig ist, den Mitarbeiter zu respektieren. Es fehlt also nicht das Wissen, sondern im Alltag besteht oft das ganz simple Problem, dass daran nicht gedacht wird. Oder dass man es wegen Zeitmangel oder Druck von der nächsthöheren Hierarchieebene schlicht vergisst. Deshalb muss man organisieren, daran zu denken. Im Beurteilungsverfahren sollte der Vorgesetzte beispielsweise daran denken, sich beim Mitarbeiter für die geleistete Arbeit zu bedanken. Oder wenn die Leistung nicht so gut war, zunächst fragen, woran es lag. Und deutlich machen, dass er den Mitarbeiter deshalb als Person nicht weniger respektiert.

SZ: Es ist heikel, Verhalten zu bewerten. Sollten besser nur die messbaren Leistungen bewertet werden?

Suchanek: Nein, das denke ich nicht. Gerade weichen Faktoren sind für die Unternehmenskultur sehr wichtig. Es ist richtig, dass bei ihrer Beurteilung der Nasenfaktor, also persönliche Sympathie, eine größere Rolle spielt oder es einfach unbewusste Wahrnehmungsverzerrungen geben kann. Eine Führungskraft muss lernen, damit umzugehen.

SZ: Klingt gut. Trotzdem steht der Mitarbeiter in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Vorgesetzten. Was ist, wenn der auf Fairness keinen großen Wert legt?

Suchanek: Die Tatsache, dass Abhängigkeitsverhältnisse ein Problem schaffen können, muss bei der Mitarbeiterbeurteilung berücksichtigt werden. Eine Möglichkeit ist das Mehr-Augen-Prinzip, bei dem der Mitarbeiter nicht nur vom Vorgesetzten, sondern außerdem von Projektleitern und Kollegen beurteilt wird. Eine weitere ist die Beurteilung der Führungskräfte durch die Mitarbeiter, also die sogenannte Bottom up- oder auch 360-Grad-Beurteilung. Wenn dabei bekannt wird, dass Führungskräfte ihre Machtposition auf unangenehme Weise ausspielen, muss man Korrekturmaßnahmen treffen.

Druck beeinträchtigt Kreativität

April 19, 2009 by wilhelmkuester

Auszug aus:  Nürnberger Nachrichten / Magazin am Wochenende / vom 18. April 2009

Große Angst vor dem Chef

Zu viel Druck tötet die Kreativität der Mitarbeiter / Von Walter Schmidt

Vorgesetzte, die Untergebene häufig unter Druck setzen, vergeuden deren Einfallsreichtum. Immer mehr Beschäftigte nehmen Psycho-Arzneien gegen Stress und Überlastung ein. [...]

Arbeitgeber, die ohne Rücksicht auf die Psyche immer mehr von ihrer Belegschaft fordern oder Angst erzeugen, gehen verantwortungslos mit den Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter um. “Um die Effizienz zu steigern, mag es ein geeignetes Mittel sein, Konkurrenz zu verstärken”, räumt Gerald Hüther [Professor für Neurobiologie, Anm. blog-Redaktion] ein. Doch auf die Kreativität “wirkt dieser Druck wie ein zäher Ölfilm, der sich auf eine sprudelnde Quelle legt”. [...]

Ein Chef, der seinen Leuten jede Zeit zum Nachdenken nimmt oder sie verängstigt, zwingt ihre Hirne, auf einfache Bewältigungsstrategien zurückzugreifen. Statt komplexer Lösungen bevorzugen selbst die ausgefeiltesten Denk-Organe dann primitive Vorgehensweisen, oder sogar archaische Notfallreaktionen.[...]

Vorgesetzte müssten lernen, “jeden Mitarbeiter wertzuschätzen und zwar als einzigartige Quelle von Wissen und Erfahrung”. Er [Prof. Hüther] wirbt für ein Arbeitsklima, in dem Fehler als Lernchance begriffen und Mitarbeiter ermutigt werden, Ideen auszutauschen.”