Archiv für August 2008

Fachkräftemangel und demographischer Wandel

August 19, 2008

Im SPIEGEL Online, Ausgabe vom 19. August 2008, wird eine Studie vorgestellt (Artikel), die deutschen Unternehmen in Bezug auf die Vorbereitung auf den demographischen Wandel schlechte Noten ausstellt. Darin heißt es:

Der deutschen Wirtschaft droht der Arbeitskräftemangel – und die Firmen unternehmen dagegen wenig. Laut einer Studie (Studie „Pro 50 – Arbeit mit Zukunft“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC)) fühlen sich die meisten Konzerne auf den demografischen Wandel schlecht vorbereitet. Besonders Top-Manager ignorieren das Problem demnach weitgehend.

Das Ergebis der Studie: Das Ergebnis: Der Großteil der Unternehmen habe das Problem zwar erkannt. Aber gerade 34 Prozent der Befragten sagen, ihre Firma sei gut oder sehr gut auf den demografischen Wandel vorbereitet.

Insbesondere im Bereich der Fortbildung bestehen deutliche Mängel:

Nur 23 Prozent der Betriebe bieten explizit Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter jenseits der 50. Und gerade 17 Prozent der Unternehmen verfügen ausdrücklich über ein Karrieremodell für Mitarbeiter über 50 Jahren.

Die Ursachen sehen die Autoren vor allem in der Langfristigkeit der Maßnahmen:

„Die Trägheit des demografischen Wandels birgt zwar den Vorteil, dass die Veränderungen lange vorhersehbar sind“, sagt Holger Leckebusch, Deutschland-Direktor des Servicebereichs bei PwC. „Ihr Nachteil jedoch liegt genauso darin, dass Unternehmen ihnen nur durch langfristige Maßnahmen begegnen können.“

Ins Ausland verlagern?

August 14, 2008

Meldung des „Sicherheitsreport“ Nr. 3/2008 zum Thema „Auslandsgeschäft“
Quelle für statistische Angaben: DIHK 2007

Auslandsgeschäft
Nicht alle Erwartungen erfüllt

Erschließung neuer Märkte – das steht beim Auslandsengagement deutscher Unternehmen an erster Stelle: 95 Prozent geben dies als Hauptmotiv für ihr Auslandsengagement an. Ähnlich bedeutend sind die Wettbewerbssituation, der Kundenwunsch und die Nähe zum Kunden. Alle anderen standort- und kostenbezogenen Gründe sind bei den im Auslandsgeschäft tätigen Unternehmen derzeit von geringerer Bedeutung. Das zeigt die jüngste Befragung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), an der sich 3600 im Ausland engagierte Unternehmen beteiligten.

Die Untersuchung belegt auch, dass manche Erwartungen bei Weitem nicht erfüllt werden. Während über drei Viertel tatsächlich neue Märkte erschließen und damit ihren Umsatz erhöhen konnten, wurde das Ziel, Reduzieren der Kosten, nur von 38 Prozent erreicht. Nur jedes vierte Unternehmen, das auf bessere Rahmenbedingungen hoffte, fand diese tatsächlich vor, und nur 13 Prozent konnten davon berichten, dass sie leichter qualifizierte Mitarbeiter fanden als am heimischen Standort.

Kranke Mitarbeiter wieder eingliedern

August 14, 2008

Auszüge aus der Internet-Homepage der Barmer Krankenkasse
www.barmer.de, Stand 13. August 2008

Kranke Mitarbeiter schnell wieder eingliedern

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die wegen Krankheit oder drohender Behinderung ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit entweder gar nicht mehr oder nur noch in begrenztem Umfang ausüben können – und das auf Dauer – haben laut SGB IX Anspruch auf Leistungen zur „Teilhabe am Arbeitsleben“.
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Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die durch Krankheit oder Unfall für längere Zeit aus dem Arbeitsleben gerissen wurden, ist es nicht leicht, beruflich wieder Fuß zu fassen. Erst recht dann nicht, wenn ein körperliches Handicap die Rückkehr an den angestammten Arbeitsplatz erschwert.
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Das SGB IX sieht unter anderem vor, dass die im Einzelfall erforderlichen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben „nahtlos“, „zügig“ sowie „nach Gegenstand, Umfang und Ausführung einheitlich“ erbracht werden. Dies wird in der Praxis häufig nicht erreicht. Gründe dafür:

- Fehlende Kenntnisse der Betroffenen beziehungsweise ihrer Arbeitgeber über Wiedereingliederungsmöglichkeiten
- Unzureichende Vernetzung der einzelnen Maßnahmen
- Mangelnde Kommunikation der beteiligten Träger untereinander.

Die Folgen: Möglichkeiten der Wiedereingliederung werden zu wenig genutzt. Arbeitgeber verschenken Chancen, über alternative Beschäftigungsmöglichkeiten für mitunter langjährige Mitarbeiter, die über viel Routine und Know-how verfügen, nachzudenken. Die Betroffenen verlieren immer noch viel zu oft ihren Arbeitsplatz. Auf der anderen Seite dauert die Wiedereingliederung, wenn sie denn in Angriff genommen wird, mitunter länger als nötig.

Krankenkassen mit Wiedereingliederungsprogrammen und sogenannte Case Manager können Betriebe beim Wiedereingliederungsprozess unterstützen.

Auf den demografischen Wandel einstellen

August 14, 2008

Auszug aus: Sicherheitsreport 3/2008, Seminarangebot:

Damit Unternehmen auch zukünftig innovative und konkurrenzfähige Dienstleistungen und Produkte anbieten können, müssen sich Unternehmer, Führungskräfte und Fachverantwortliche der Personalabteilungen und der Personalentwicklung rechtzeitig mit dem eingetretenen demografischen Wandel befassen. Qualifizierte junge Fachkräfte sind schon heute für die Unternehmen schwer zu finden.

Was können Unternehmer und Führungskräfte tun, um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten? Welche individuellen Prognosen können für die Entwicklung der Altersstruktur im eigenen Unternehmen gemacht werden? Wie kann der Wissensschatz der älteren Mitarbeiter gesichert und an jüngere weitergegeben werden? Wie ist es dem Unternehmen möglich, das Können und Wissen aller Mitarbeiter optimal zu nutzen? Wie können die Leistungsfähigkeit und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter während des gesamten Erwerbslebens erhalten werden? Wie können ältere Mitarbeiter im Unternehmen gehalten werden? Wie können die personalen Ressourcen im Bereich Gesundheit gefördert werden? Wie sind Arbeitsstätten barrierefrei zu gestalten, damit die Potenziale aller genutzt werden können? Wie unterscheiden sich Alte und Junge? Wo liegen die Kompetenzen?

Mit diesen und ähnlichen Fragen müssen Sie sich auseinandersetzen, wenn Sie Ihr Unternehmen demografiesicher gestalten möchten.

Ältere Arbeitnehmer immer wichtiger

August 14, 2008

Auszug aus: Sicherheitsreport, Rubrik kurz und bündig, Ausgabe 3/2008:

Der demografische Wandel geht nicht spurlos an der Wirtschaft vorbei: Die Unternehmen müssen sich auf eine zunehmende Zahl von älteren Beschäftigten einstellen. Dabei wird oftmals bezweifelt, dass die Senioren den Anforderungen der modernen Leistungsgesellschaft standhalten. Mit einem hohen Lebensalter ist aber nicht automatisch eine geringere Leistung verbunden. Motiviert am Arbeitsplatz sind die älteren Semester allemal, darin sind sich Personalverantwortliche und Alterswissenschaftler einig.

Deutschlands Bevölkerung altert. Das macht sich auch in den Büros und an den Werkbänken bemerkbar: Analysen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge ist zwischen 1998 und 2006 der Anteil der über 50-Jährigen an allen Erwerbstätigen von 22,6 auf 25,7 Prozent oder um 1,5 Millionen gestiegen. Dagegen blieb die Zahl der unter 50-jährigen Beschäftigten über den Untersuchungszeitraum hinweg mit gut 27 Millionen nahezu stabil.

Neue Ehrlichkeit im Marketing?

August 9, 2008

Ein Artikel der Wochen-Fachzeitschrift „werben und verkaufen/w&v“ vom 30. März 2006 bringt viele Marketing-Leute und Werbungtreibende in einen Handlungsdruck. Hier ein Auszug:

Auf der Basis eines Forschungsprojekts in der Unternehmenskommunikation der Universität Hohenheim unter dem Titel „Glaubwürdigkeit – Schlüssel zum Vertrauen“ kam jetzt in das Bewusstsein der Werbungtreibenden und der Werbebranche, was die Verbraucher selbst schon längst verinnerlicht haben und auch schon deutlich leben: „In der Gesellschaft vollzieht sich derzeit ein moralischer Wandel – eine ,neue Ehrlichkeit’ setzt sich durch. Die Folge: Konsumenten verlangen von Unternehmen mehr Offenheit.“ Das Forschungsprojekt zeigt alarmierende Zahlen: Das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Wirtschaft im Allgemeinen und in Unternehmen im Besonderen ist erschüttert. Lediglich knapp ein Viertel der Bundesbürger glaubt, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter und die Öffentlichkeit offen informieren.

Top-Managerinnen immer noch selten

August 9, 2008

In der Ausgabe vom 04.08.2008 befasst sich Reporterin Cornelia Schmergal mit Frauen als Top-Führungskräften in der deutschen Wirtschaft. Hier ein Auszug:

Willkommen in der Macho-AG. In Sachen weibliches Top-Management ist Deutschland ein Entwicklungsland.

Gerade mal ein Prozent aller Vorstandsposten der 200 größten deutschen Unternehmen ist mit einer Frau besetzt, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im vergangenen Jahr herausgefunden hat. Das DIW will die Studie jetzt aktualisieren. Erste Erkenntnis: Die Männerwirtschaft nimmt sogar noch zu. Unter » den Vorständen der börsennotierten Dax-30-Unternehmen findet sich nur noch eine einzige Frau: Bettina von Oestereich, die bei der Hypo Real Estate Gruppe das Risiko-Management verantwortet. Das deutsche Top-Management? Ungefähr „so frauenfreundlich wie Saudi-Arabien“, schrieb die „Süddeutsche Zeitung“ jüngst.