aus: Nordbayerischer Kurier / Freitag, 17. Juli 2009
Aus der Doktorarbeit von Dr. Tanja Rabl/Uni Bayreuth, der von Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg dafür der Ludwig-Erhard-Preis überreicht wurde
Laut Untersuchung von Dr. Tanja Rabl wird ein Gefahrenpotenzial – neben dem öffentlichen Dienst – gerade auch bei Mittelständlern gesehen, „weil von diesen nur etwa sechs Prozent über ein Antikorruptionsprogramm verfügen“.
Als Schaden durch Korruption sieht Dr. Rabl u. a. geringeres Unternehmenswachstum und geringere Produktivität, hohe Kosten, Imageverlust und Strafen bei Aufdeckung, abnehmende Wettbewerbsfähigkeit, Zerstörung von Geschäftsbeziehungen, Vertrauensverlust von Kunden und Lieferanten.
Wie kann man nun Korruption bekämpfen? Laut Dr. Rabl durch Antikorruptionstrainings, Belohnung von ethischem Verhalten im Rahmen von Leistungsbeurteilungen, durch Etablierung einer Unternehmenskultur, die Korruption in keinem Fall toleriert, durch Verhaltenskontrolle, Mehraugenprinzip, klar definierte Verantwortlichkeiten und Funktionstrennung.
„Zusätzlich ist das Bewusstsein der Mitarbeiter für das Risiko bei korrupten Handlungen zu schärfen, indem Unternehmen ganz klar die Sanktionen kommunizieren, die im Fall der Aufdeckung drohen.“
Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter: … Korruption …
Schlagworte: Korruption