Archiv für August 2009

Innovation braucht Unternehmenskultur

August 25, 2009

aus: wirtschaftspresse.biz / Handelsblatt Nr. 153 vom 12.08.09 Seite 7

JOHANNES PENNEKAMP | KÖLN

Gute Ideen allein sind nicht viel wert

Kaum ein Forschungszweig in der BWL boomt so sehr wie die Innovationsforschung. Dafür gibt es gute Gründe.

150 Ideen in 30 Minuten. Mit solchen Versprechen buhlen Agenturen und selbst ernannte Profis um das Vertrauen innovationshungriger Unternehmen. Und die zahlen gut für die vage Hoffnung auf Denkanstöße – sei es durch Trommelworkshops oder Meditationsseminare. Anscheinend glauben immer noch einige Unternehmer, dass innovative Ideen vom Himmel fallen, wenn man nur lange genug trommelt und meditiert.

Wissenschaftler können darüber nur mit dem Kopf schütteln – sie wissen es längst besser: „Innovationen sind das Ergebnis von komplexen Prozessen, bei denen die Unternehmenskultur und die Einbindung verschiedener Unternehmensbereiche eine entscheidende Rolle spielen“, sagt Holger Ernst, Professor für Technologie- und Innovationsmanagement der WHU in Vallendar. [...]


Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter:  … InnovationsmanagementUnternehmenskultur

Manager in Stress und Burnout

August 23, 2009

aus: Bertelsmann Newsletter; Gütersloh/Zürich, 18.08.2009

Zwei von drei deutschen Managern fühlen sich im Job ausgebrannt

Untersuchung der Bertelsmann Stiftung: Führungskräfte verlieren zunehmend die Fähigkeit sich zu erholen

Zwei von drei Managern in Deutschland fühlen sich im Job „ausgebrannt“ – mit wenig Hoffnung auf Änderung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung und des Schweizer Instituts „sciencetransfer“ zu „Burnout“ in Unternehmen und Organisationen. 70 Prozent der Befragten leiden danach bereits erkennbar unter dauernder psychischer und physischer Erschöpfung. Die Hälfte von ihnen hat im Betrieb keine Zeit zum Regenerieren. Ein Drittel der Beschäftigten geht jeden Tag mehr oder weniger ausgelaugt und erschöpft nach Hause. Erholung findet, wenn überhaupt, nur noch an Wochenenden statt. 20 Prozent der Befragten haben, nach eigenen Angaben, nur noch selten oder gar keine Zeit mehr für Familie oder Freunde.[...]


Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter:  … Arbeitsstress

Fehlende Führungskompetenzen

August 18, 2009

aus: Studie der Universität Bochum
gelesen in: Nürnberger Nachrichten vom 18. August 2009

Mieses Zeugnis für den Chef
Viele Arbeitnehmer mit dem Vorgesetzten unzufrieden

[...]

Der Chef ist sogar der Kündigungsgrund Nummer eins, ergab eine Studie der Ruhr-Universität Bochum. 3500 Arbeitnehmer hatten dafür das Verhältnis zu ihrem Chef bewertet. Nur 20 Prozent von ihnen gaben an, mit dem Vorgesetzten zufrieden zu sein, 56 Prozent sind unzufrieden. Fast jeder vierte (23 Prozent) gab sogar die negativste mögliche Bewertung überhaupt an.

Über die Hälfte schätzt sich als erfolgreich ein.

Gleichzeitig zeigen die Daten, dass es nicht die Miesmacher und Schwarzseher sind, die solche Einschätzungen abgeben: Denn 53 Prozent schätzten ihr Unternehmen und auch sich selbst als erfolgreich ein.

Wie zufrieden Mitarbeiter mit ihrer Arbeit sind, hängt ganz wesentlich davon ab, wie gut sie ihr Verhältnis zum Chef bewerten. Mit einem Anteil von 40 Prozent ist dieser Faktor der wichtigste für die Arbeitszufriedenheit, ermittelten die Wissenschaftler von der Fakultät für Psychologie. Zentral sei den Arbeitnehmern ein «vertrauensvoller, sensitiver und fairer Umgang sowie ein gutes Aufgabenmanagement«. Genau dazu seien viele Führungskräfte offensichtlich nicht in der Lage.

Der Druck wächst.

Rüdiger Hossiep von der Ruhr-Universität warb allerdings auch um Verständnis für die Chefs. Manager- und Vorgesetzten-Bashing sei derzeit zwar «in«. Wer nur kritisiert, mache es sich aber etwas einfach: «In der weltweiten Krise wächst der Druck noch, auch auf die Vorgesetzten.«

Betroffen sei keine kleine elitäre Minderheit. «Inzwischen hat in Deutschland jeder siebte einen Führungsauftrag.« Viele davon seien in einer «Sandwich-Position« – das heißt, sie seien einerseits Vorgesetzte, andererseits selbst Geführte. Hinzu komme, dass immer mehr Jüngere ohne vorherige Führungserfahrung auf einer Stelle mit entsprechender Verantwortung landen. «Die Firmen haben in den vergangenen Jahren an der Ausbildung für Führungskräfte gespart«, kritisierte Hossiep.


Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter:  … Führungskompetenzen

Unser Tipp: Die Führungsseminare der … QET Akademie … können  Ihren Führungskräften aller Ebenen helfen, sich in einer „Sandwich-Position“ zu behaupten, sich dort wohl zu fühlen und dies auch an Mitarbeiter und Vorgesetzte weiterzugeben.

Das Betriebsklima in Krisenzeiten

August 16, 2009

aus:  „Die Welt online“  vom 16. August 2009

Gutes Betriebsklima: Die meisten Erwerbstätigen sind mit der Atmosphäre am Arbeitsplatz zufrieden

[...]Den deutschen Arbeitgebern ist sehr bewusst, wie wertvoll gute Beziehungen zu den Belegschaften in der Krise sind. „Nur eine sozial befriedete Gesellschaft ist zukunftsfähig“, sagt Martin Kannegiesser, Präsident des Metallarbeitgeberverbands Gesamtmetall. Bei der konstruktiven Lösung von Problemen und Konflikten spiele „das Klima in unseren Betrieben eine entscheidende Rolle. Wir setzen auf eine kooperative, transparente Unternehmenskultur.“ Das zeige sich gerade jetzt, so Kannegiesser: „Die Mitarbeiter registrieren genau, welche Anstrengungen unternommen werden. Denn auch diese Krise lösen wir nur gemeinsam oder gar nicht.“[...]


Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter:  … Betriebsklima

Einseitige Zielvorgaben

August 13, 2009

aus:  WSI/red 10.08.2009 – Aus der Wissenschaft; gelesen in „Newsletter für Arbeit und Gesundheit“

Zielvorgaben sorgen für Zeit- und Termindruck

In Unternehmen, die die Arbeit über Zielvorgaben steuern, ist Stress durch hohen Termin- und Zeitdruck oder ein zu hohes Arbeitspensum besonders verbreitet. Das geht aus der jüngsten Betriebsrätebefragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung hervor.[...]

In jedem dritten Betrieb, der mit Zielvereinbarungen arbeitet, werden die Kriterien nicht gemeinsam von Führungskräften und Beschäftigten erarbeitet, sondern einseitig vom Management vorgegeben. Zentrales Erfolgskriterium in fast allen Fällen: wirtschaftliche Kennzahlen. Danach folgen Kundenzufriedenheit und die Qualität der Arbeitsergebnisse. Häufig sind mit dem Erreichen des Ziels Boni oder Abzüge verbunden. Wer eine Vorgabe wie einen bestimmten Umsatz nicht erfüllt, muss je nach Arbeitgeber mit Nachteilen rechnen – etwa mit Karriere-Blockaden oder finanziellen Einbußen. In seltenen Fällen komme es gar zu Entlassungen, berichtet Ahlers.[...]

 

Wir sind auf  Ihre Meinung zu und Erfahrungen mit Zielvorgaben gespannt.

Ihre Blog-Redaktion

Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter:  … Zielvereinbarungen

Problemfeld Ethik

August 10, 2009

aus: WirtschaftsWoche NR. 029 VOM 13.07.2009  SEITE 050, 13.07.2009; gefunden in: wirtschaftspresse.biz

Privatsache Ethik

[...] Trotz der Affären bei Siemens und MAN bleibt die Bauindustrie die korrupteste Branche – weil die Selbsthilfeprojekte gegen Bestechung ins Leere laufen. [...]

Eine erschreckende, aber nicht eigentlich überraschende Meldung, wie die Blog-Redaktion meint. Was kann man tun, um das Bewusstsein für ethisches Handeln in der Wirtschaft zu stärken?

Unser Tipp:

Die QET OHG in Erlangen (siehe QET-Portal) befasst sich seit einigen Jahren mit der Frage, wie Unternehmen und andere Organisationen nachhaltig, d. h. unter Berücksichtigung von Qualität, Ethik und Transparenz, handeln und dabei Geschäftserfolg haben können. Aus den QET-Produkten erhält man viele wertvolle Hinweise für das eigene Unternehmen.

Mitarbeiter gestalten Arbeitsplätze

August 9, 2009

aus:  INQA-Newsletter Juli 2009

Mitgestalten motiviert: Huhtamaki bezieht die Beschäftigten in die Arbeitsplatzgestaltung mit ein

Schichtarbeit, Zwangshaltung, Monotonie, Takt, Zeitdruck, körperliche Anstrengung: die Belastungen in der Produktion sind vielfältig. In seiner deutschen Niederlassung in Alf an der Mosel hat der finnische Verpackungshersteller Huhtamaki die Arbeitsbedingungen unter die Lupe genommen und die Mitarbeiter in die Arbeitsplatzgestaltung mit einbezogen.

Ob Delikatessen oder Salate, Kaffeespezialitäten, Erfrischungsgetänke oder Eiskrem – bunte Verpackungen aus Kunststoff machen Produkte attraktiv und fördern den Verkauf. Huhtamaki stellt in Alf im Vierschichtbetrieb diese Verpackungen her. Die Produktionsarbeiter sind dabei u. a. mit gleichförmigen Arbeitsabläufen, Daueraufmerksamkeit, Zwangshaltungen, Nachtschichten, harter körperlicher und taktgebundener Arbeit, hohem Zeitdruck sowie Heben und Tragen konfrontiert.

Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ist dem finnischen Unternehmen sehr daran gelegen, die Arbeitsplätze alternsgerecht zu gestalten und die Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten. Eine erste Analyse durch eine Unternehmensberatung ergab, dass in den nächsten zehn Jahren etwa 30 Prozent der Beschäftigten in der Produktion das Unternehmen altersbedingt verlassen werden, darunter vorwiegend Maschinenbediener mit einem hohen Know-how.

Die Strategie des Unternehmens sah daher vor, die bestehende Personalentwicklung um eine Nachfolgeplanung zu erweitern und dabei auch eine Einstellungsregelung für Auszubildende zu treffen.

Ein weiterer wichtiger Schritt war die Verbesserung der bestehenden Arbeitsgestaltung.  Dazu wurden Arbeitsgruppen aus Führungskräften, Betriebsrat und Management gebildet. Sie organisierten mit den Beschäftigten den Dialog über die richtige Arbeitsplatzgestaltung. Es wurden in allen vier Schichten Gruppengespräche mit den Beschäftigten geführt. Die Diskussionen über Probleme, Mustervorschläge und Lösungen setzte bei den Beteiligten kreative Energien frei. Motivation und Akzeptanz der gefundenen Lösungen wurden durch die direkte Einbeziehung der Beschäftigten merklich verbessert.
Die Ergebnisse des Projekts wurden und werden immer noch dokumentiert und ausgewertet.
Zu Beginn des Projekts konzentrierten sich die Arbeitsgruppen auf ausgewählte Arbeitsplätze. Inzwischen wird das Verfahren unternehmensweit angewendet und ist Bestandteil der jährlichen Gefährdungsbeurteilungen geworden.

Die aus den Gesprächen mit den Mitarbeitern des Pilotbereichs gefundenen Lösungen werden hinsichtlich der Machbarkeit kommuniziert und befinden sich zum Teil in der Umsetzung.[...]

 

Die Unternehmenskultur stärken

August 2, 2009

Eigener Beitrag der Blog-Redaktion 08/2009

Bei welchen Vorhaben, in welchen Bereichen wird die Stärkung der Unternehmenskultur für Ihr Unternehmen relevant?

Eine Auswahl :

- die Wettbewerbsfähigkeit muss und soll durch Best Practice gesteigert werden
- es  sind neue Strategien und Strukturen zu entwickeln
- Konflikte sollen gelöst, minimiert oder aufgedeckt werden
- die internen Abläufe, Geschäftsprozesse sind zu verbessern
- die Attraktivität Ihres Unternehmens soll gesteigert werden
- Ihr Arbeitgeberimage soll verbessert werden
- die Kompetenzen Ihrer Führungskräfte sind weiter zu entwickeln
- der interne Umgang mit Fehlern ist zu optimieren
- das Betriebsklima ist zu verbessern
- Sie wollen Ihre Werteorientierung überdenken
- Sie suchen qualifizierte Mitarbeiter auf einem enger werdenden Arbeitsmarkt
- Sie wollen etwas für Beruf und Familie tun
- der Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern soll verbessert werden
- die Produktqualität und der Service sind zu optimieren.

Unser Tipp: Auf dem … QET-Portal … finden Sie wertvolle Anregungen und Hilfen, um Unternehmenskultur in Ihrem Unternehmen zu identifizieren und zu fördern.

Ihre Blog-Redaktion