Archiv für die Kategorie ‘Studien’

Soziale Netzwerke nutzen

November 29, 2009

aus:  SZ vom 28.11.2009, 10:53

Der Spion schläft
Soziale Netzwerke

Von Jutta Pilgram

[...]Nur 15 Prozent aller Unternehmen haben Richtlinien für den Umgang mit Social Media. Klassische Netzwerke wie Xing nutzen Personaler noch am ehesten.
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Dennoch werden Social Media kaum als Spiegel für das Unternehmen genutzt. Nicht einmal jeder vierte Personaler hat schon einmal von Beurteilungen auf einer Arbeitgeber-Bewertungsplattformunter anderem von den eigenen Mitarbeitern – im Internet geschrieben wird. Die meisten nutzen diese Möglichkeit nie. Kenntnis genommen. Nur vier Prozent der Befragten beobachten systematisch, was über ihr Unternehmen -

„Damit vergeben erstaunlich viele Unternehmen eine der größten Chancen, die digitale Gespräche bieten: erfahren, was und wie über das Unternehmen kommuniziert wird„, so Klempert. Er empfiehlt Personalern, Social Media gezielt einzusetzen und ihre Mitarbeiter bei einer sinnvollen Anwendung zu unterstützen. Damit ließe sich „die Unternehmenskultur fördern, die Produktivität der Mitarbeitenden steigern, die Zusammenarbeit in und zwischen Organisationen verbessern – und die Talent-Pipeline füllen“.

[...]Am ehesten nutzen Personaler noch klassische und etablierte Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn. 80 Prozent der Befragten haben ihnen zumindest schon einmal einen Besuch abgestattet. 60 Prozent informieren sich auf einschlägigen Plattformen über potentielle Mitarbeiter – allerdings nur gelegentlich oder selten.

Führung mit sozialer Intelligenz

November 26, 2009

aus: Havard Businessmanager, November 2009

Psychologie
Soziale Intelligenz – Warum Führung Einfühlung bedeutet

Von Daniel Goleman und Richard Boyatzis

Neue Erkenntnisse der Hirnforschung zeigen, wie Führungskräfte die Stimmung im Team und damit auch dessen Leistung verbessern können: Indem sie lernen, die biologischen Gesetze der Empathie zu nutzen.

[...]
Auch heute noch nimmt das Konzept der emotionalen Intelligenz einen hohen Stellenwert in der Literatur zum Thema Führen und in der Coachingpraxis des Arbeitsalltags ein. [...]

Die wichtigste Erkenntnis: Bestimmte Verhaltensweisen von Führungspersönlichkeiten wirken sich eindeutig auf die chemischen Abläufe in ihrem eigenen Gehirn und dem ihrer Mitarbeiter aus – vor allem dann, wenn die Führungskräfte Einfühlungsvermögen zeigen und sich auf die Stimmungslage ihrer Mitmenschen einstellen. Wie Forscher herausgefunden haben, beruht die Dynamik zwischen einer Führungskraft und ihren Mitarbeitern nicht darauf, dass zwei (oder mehrere) individuelle Gehirne bewusst oder unbewusst aufeinander reagieren. Es ist eher so, dass die Gehirne dieser Individuen gewissermaßen zu einem einzigen System verschmelzen.[...]

Die Idee, dass gute Führung davon abhängt, ob jemand ausgeprägte soziale Schaltkreise besitzt, war die Basis für den weiteren Ausbau unseres Konzepts der emotionalen Intelligenz. Es beruht ursprünglich auf den Theorien der Individualpsychologie. Doch um Führungsqualitäten auch anhand von zwischenmenschlichen Beziehungen beurteilen zu können, haben wir das Konzept der sozialen Intelligenz entwickelt. Wir definieren sie so: Soziale Intelligenz beschreibt eine Reihe zwischenmenschlicher Fähigkeiten, die auf bestimmten neuronalen Schaltkreisen – und damit in Verbindung stehenden Hormonsystemen – beruhen und andere Menschen zu effizienter Arbeit inspirieren.
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Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter: … Führungskompetenzen

Fairness besiegt Egoismus

November 18, 2009

SPIEGEL ONLINE
12. November 2009, 12:41 Uhr

Wirtschaftsethik
Warum Egoismus im Geschäftsleben schadet

Von Michael Kröger

Misstrauen ist ein Motivationskiller erster Güte: Ein Bonner Forscher beweist mit schlichten Experimenten, wie ein autoritärer Führungsstil den Unternehmenserfolg gefährdet. Wer seine Mitarbeiter fair behandelt, erreicht mehr – das Menschenbild der gängigen Wirtschaftstheorie gerät ins Wanken.[...]

Gemeinsam mit Psychologen, Genetikern und Neurowissenschaftlern entwickelte Falk Feld- und Laborexperimente, die das Bild des sozialignoranten Egoisten in Frage stellen. An seine Stelle tritt ein Mensch, der Fairness und Gerechtigkeit höher bewertet als die schlichte Maximierung des Eigennutzes – und dies auch von seinem Gegenüber verlangt.[...]

Menschen haben also keineswegs einzig den Inhalt des eigenen Portemonnaies im Blick, wenn sie den wirtschaftlichen Erfolg eines Geschäfts bewerten – ebenso wichtig scheint es, dass der Gewinn in einem fairen Verhältnis zu dem des Geschäftspartners steht.[...]

Je stärker die Bezahlung von dem abwich, was der Arbeiter zuvor als fairen Anteil bezeichnet hatte, desto schlimmer waren die Stresssymptome in Form eines erhöhten Pulsschlags. „Dies ist nicht unwichtig“, erklärt Falk, „denn Stress ist die Hauptursache für Herzerkrankungen in westlichen Ländern. Fairness wirkt sich also unmittelbar auf die Gesundheit aus.“[...]

Die Forschung zeigt also, dass sich Fairness und Vertrauen für das Unternehmen auszahlen kann. Mitarbeiter mit Respekt zu behandeln, ist nicht nur moralisch wünschbar, sondern ökonomisch sinnvoll.[...]


Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter:  …  Fairness …  Arbeitsstress

IT-Beschäftigte stark überlastet

November 13, 2009

aus:  SZ vom 01.11.2009

Stressige IT-Branche
Ständig erreichbar, immer kaputt

Permanente „Mission Impossible“: Jeder zweite Beschäftigte in der IT-Branche fühlt sich überlastet. Viele drohen am Druck zu zerbrechen.
Von Nicola Holzapfel

Wer keine Überstunden macht, wird abgehängt: Angestellte in der IT-Branche kämpfen mit stetiger Überlastung.
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Die Zahlen sprechen für sich: Jeder Zweite in der Branche fühlt sich stark oder sehr stark belastet wegen des großen Zeitdrucks und des hohen Arbeitsaufkommens. Bei den hochqualifizierten Beschäftigten aller Wirtschaftszweige machen dagegen „nur“ 30 Prozent solche Angaben, bei allen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern 23 Prozent. 91 Interviews haben die Wissenschaftler mit IT-Mitarbeitern in ganz Deutschland geführt. Immer wieder saßen ihnen Menschen gegenüber, die an der Grenze ihrer Belastbarkeit waren. „Bei ihnen geht es nicht darum, dass sie am Abend müde sind, sondern sie stehen vor dem völligen Kontrollverlust“, sagte Kämpf.
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Wissensorganisation im Wiki-Netz

Oktober 9, 2009

aus: Archiv QZ – Ausgabe 11/2008

Rascher Austausch im Dienst am Menschen
Wiki-Netzwerk verbindet Unternehmen und Mitarbeiter

Von Karoline Kraus und Daniela Hofmann

Die Verknüpfung von Wissensfragmenten zu neuen Ideen und der Aufbau eines Beziehungsgeflechts sind Säulen des Wissensmanagements. Mit einem Wiki-Netz kann rasch und kostengünstig eine Wissensorganisation aufgebaut werden. Ein Sozialdienstleister bindet über ein Wiki seine externen Mitarbeiter in die Unternehmensstrukturen ein und fördert den Informationsaustausch mit dem Ziel einer optimierten Dienstleistung.

Es ist heute nicht mehr so wichtig, alles zu wissen, sondern ein Informationsnetz aufzubauen und zu pflegen, das bei schwierigen Entscheidungen weiterhilft. Software unterstützt die Vernetzung von Menschen und Wissen. Sogenannte WIKI-Netze sowie die Internet-Enzyklopädie Wikipedia können als Werkzeug des Wissensmanagements eingesetzt werden. Informationen und Wissen lassen sich damit organisieren, veröffentlichen und miteinander verknüpfen.[...]

 


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Wissensmanagement in der QM-Praxis

Oktober 9, 2009

Archiv QZ – Ausgabe 03/2009

Bessere Unternehmen mit Wissensmanagement?
Wie die Integration von Wissens- ins Qualitätsmanagement wirkt

Aus einer Studie von Anni Koubek, Werner Schachner, Klaus Tochtermann

Die Anforderungen an das Qualitätsmanagement haben sich ebenso wie dessen Inhalte im zeitlichen Verlauf massiv geändert. Mit dem Vormarsch ganzheitlicher Konzepte verändert sich auch der Bedarf an handlungs- und entscheidungsrelevanter Information für das QM. Welche Rolle Wissensmanagement in der aktuellen QM-Praxis spielt, untersucht eine Studie anhand österreichischer Unternehmen.

Eine aktuelle Expertenumfrage unter 120 Qualitätsmanagern in leitender Position zeigt, dass für 70 % der Befragten Wissensmanagement bereits ein Thema im Qualitätsmanagement ist. Doch wie wird Wissensmanagement in der QM-Praxis tatsächlich verstanden? Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang Mensch und Technik?[...]

Die Antworten aus der Praxis belegen, dass es künftig noch bedeutender wird, Wissen im Kontext des QMs systematisch und methodengestützt zu managen.[...]


Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter:  … WissensmanagementQualitätsmanagement

Fairness-Kultur fördert Innovationen

Oktober 9, 2009

aus:  QZ  11/2008  // Fachzeitschrift „Wirtschaftspsychologie“  02/2008

Fairness fördert Innovationen                              Untersuchung zum betrieblichen Vorschlagswesen

In Unternehmen mit einer hohen Fairness-Kultur und optimalen Handlungsspielräumen sind Mitarbeiter eher bereit, Verbesserungsvorschläge anzuregen und zu realisieren. Dies ergab eine repräsentative Befragung von 7.500 Arbeitnehmern in 19 EU-Mitgliedsstaaten.[...]

Es zeigte sich, dass Personen, die sich fair behandelt fühlen, eher innovativ werden und Verbesserungsvorschläge entwickeln.[...]

Führungskräfte und Verantwortliche im Vorschlagswesen sollten hierfür sensibilisiert werden.[...]


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Manager in Stress und Burnout

August 23, 2009

aus: Bertelsmann Newsletter; Gütersloh/Zürich, 18.08.2009

Zwei von drei deutschen Managern fühlen sich im Job ausgebrannt

Untersuchung der Bertelsmann Stiftung: Führungskräfte verlieren zunehmend die Fähigkeit sich zu erholen

Zwei von drei Managern in Deutschland fühlen sich im Job „ausgebrannt“ – mit wenig Hoffnung auf Änderung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung und des Schweizer Instituts „sciencetransfer“ zu „Burnout“ in Unternehmen und Organisationen. 70 Prozent der Befragten leiden danach bereits erkennbar unter dauernder psychischer und physischer Erschöpfung. Die Hälfte von ihnen hat im Betrieb keine Zeit zum Regenerieren. Ein Drittel der Beschäftigten geht jeden Tag mehr oder weniger ausgelaugt und erschöpft nach Hause. Erholung findet, wenn überhaupt, nur noch an Wochenenden statt. 20 Prozent der Befragten haben, nach eigenen Angaben, nur noch selten oder gar keine Zeit mehr für Familie oder Freunde.[...]


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Fehlende Führungskompetenzen

August 18, 2009

aus: Studie der Universität Bochum
gelesen in: Nürnberger Nachrichten vom 18. August 2009

Mieses Zeugnis für den Chef
Viele Arbeitnehmer mit dem Vorgesetzten unzufrieden

[...]

Der Chef ist sogar der Kündigungsgrund Nummer eins, ergab eine Studie der Ruhr-Universität Bochum. 3500 Arbeitnehmer hatten dafür das Verhältnis zu ihrem Chef bewertet. Nur 20 Prozent von ihnen gaben an, mit dem Vorgesetzten zufrieden zu sein, 56 Prozent sind unzufrieden. Fast jeder vierte (23 Prozent) gab sogar die negativste mögliche Bewertung überhaupt an.

Über die Hälfte schätzt sich als erfolgreich ein.

Gleichzeitig zeigen die Daten, dass es nicht die Miesmacher und Schwarzseher sind, die solche Einschätzungen abgeben: Denn 53 Prozent schätzten ihr Unternehmen und auch sich selbst als erfolgreich ein.

Wie zufrieden Mitarbeiter mit ihrer Arbeit sind, hängt ganz wesentlich davon ab, wie gut sie ihr Verhältnis zum Chef bewerten. Mit einem Anteil von 40 Prozent ist dieser Faktor der wichtigste für die Arbeitszufriedenheit, ermittelten die Wissenschaftler von der Fakultät für Psychologie. Zentral sei den Arbeitnehmern ein «vertrauensvoller, sensitiver und fairer Umgang sowie ein gutes Aufgabenmanagement«. Genau dazu seien viele Führungskräfte offensichtlich nicht in der Lage.

Der Druck wächst.

Rüdiger Hossiep von der Ruhr-Universität warb allerdings auch um Verständnis für die Chefs. Manager- und Vorgesetzten-Bashing sei derzeit zwar «in«. Wer nur kritisiert, mache es sich aber etwas einfach: «In der weltweiten Krise wächst der Druck noch, auch auf die Vorgesetzten.«

Betroffen sei keine kleine elitäre Minderheit. «Inzwischen hat in Deutschland jeder siebte einen Führungsauftrag.« Viele davon seien in einer «Sandwich-Position« – das heißt, sie seien einerseits Vorgesetzte, andererseits selbst Geführte. Hinzu komme, dass immer mehr Jüngere ohne vorherige Führungserfahrung auf einer Stelle mit entsprechender Verantwortung landen. «Die Firmen haben in den vergangenen Jahren an der Ausbildung für Führungskräfte gespart«, kritisierte Hossiep.


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Unser Tipp: Die Führungsseminare der … QET Akademie … können  Ihren Führungskräften aller Ebenen helfen, sich in einer „Sandwich-Position“ zu behaupten, sich dort wohl zu fühlen und dies auch an Mitarbeiter und Vorgesetzte weiterzugeben.

Das Betriebsklima in Krisenzeiten

August 16, 2009

aus:  „Die Welt online“  vom 16. August 2009

Gutes Betriebsklima: Die meisten Erwerbstätigen sind mit der Atmosphäre am Arbeitsplatz zufrieden

[...]Den deutschen Arbeitgebern ist sehr bewusst, wie wertvoll gute Beziehungen zu den Belegschaften in der Krise sind. „Nur eine sozial befriedete Gesellschaft ist zukunftsfähig“, sagt Martin Kannegiesser, Präsident des Metallarbeitgeberverbands Gesamtmetall. Bei der konstruktiven Lösung von Problemen und Konflikten spiele „das Klima in unseren Betrieben eine entscheidende Rolle. Wir setzen auf eine kooperative, transparente Unternehmenskultur.“ Das zeige sich gerade jetzt, so Kannegiesser: „Die Mitarbeiter registrieren genau, welche Anstrengungen unternommen werden. Denn auch diese Krise lösen wir nur gemeinsam oder gar nicht.“[...]


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