Mit ‘Ältere Arbeitnehmer’ verschlagwortete Einträge

„Fit mit alternden Belegschaften“

März 9, 2009

Aus einer INQA-Pressemitteilung
vom 03.03.2009

INQA-Projekt will Emscher-Lippe-Region demographiefest machen
Parlamentarischer Staatssekretär Klaus Brandner

Sinkende Einwohnerzahlen, Stellenrückgang und kontinuierlich alternde Belegschaften - das ist die Ausgangssituation in der nordrhein-westfälischen Emscher-Lippe-Region. Das Kohlerückzugsgebiet bildet seit September 2008 den Rahmen für das Projekt „Fit mit alternden Belegschaften“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), welches am 2. März in der Hertener Zeche Scherlebeck der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Das Projekt soll Unternehmen der Region dabei unterstützen, mit den richtigen Instrumenten rechtzeitig auf den demographischen Wandel zu reagieren. Vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum Mittelständler aus der Industrie haben sieben Unternehmen in exemplarischer Form Anteil an Altersstrukturanalysen, Qualifizierungsplänen und Maßnahmen sowie Aktivitäten zur Sensibilisierung der Beschäftigten.[...]

Wichtige Impulse erwarten nicht zuletzt die beteiligten Betriebe: „Dezentrale Strukturen, flexibler Personalbedarf und -einsatz sowie gleichzeitig höchste Qualitätsmaßstäbe prägen unser Geschäft. Aber: Kurz- bzw. mittelfristig geht ein Großteil unserer erfahrenen Mitarbeiter in Rente. Unter diesen Voraussetzungen ist es unser Ziel, die Beschäftigungsfähigkeit der älteren Belegschaften so lange wie möglich zu erhalten und neue jüngere Mitarbeiter systematisch zu qualifizieren. Denn nur so können wir auch zukünftig allen Anforderungen gerecht werden. Die Teilnahme am INQA-Projekt hilft uns dabei, für die Zukunft gewappnet zu sein“, war von Peter Brüning als Personalleiter der JC Eckardt GmbH zu erfahren.[...]


Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter:  … Demografischer Wandel

Dem Führungs- und Fachkräftemangel vorbeugen

September 6, 2008

Viele Unternehmen setzen bei der Einstellung immer noch auf möglichst junge männliche Mitarbeiter und werden mit dieser Einstellungspolitik bald größere Probleme bekommen.

aus: SPIEGEL Online Stand: 05. September 2008

PERSONALFÜHRUNG
„Ab 27 lassen unsere Fähigkeiten nach“

Ältere, weibliche und kranke Mitarbeiter – um sie müssen Unternehmen buhlen, wenn sie dem Fachkräftemangel beikommen wollen, sagt Deutschlands jüngste BWL-Professorin Stock-Homburg. Dabei ist Alter relativ, denn schon ab Ende 20 gelte man als alt.

SPIEGEL ONLINE: Frau Stock-Homburg, wieso raten Sie Unternehmen, sich besonders um ältere und weibliche Mitarbeiter zu kümmern – setzen Sie sich für Randgruppen in deutschen Unternehmen ein?

Ruth Stock-Homburg: Randgruppe ist ein ganz falscher Begriff. Diese Menschen sind wichtige Ressourcen – nur haben leider noch nicht alle Firmen ihren Wert entdeckt. Wir stehen bereits jetzt einem starken Fach- und Führungskräftemangel gegenüber. In fünf bis zehn Jahren können wir Stellen nicht mehr besetzen, spätestens da brauchen wir qualifizierte und insbesondere auch motivierte ältere und weibliche Mitarbeiter.

BWL-Professorin Stock-Homburg: Fach- und Führungskräftemangel wird bald die Wachstumsbremse Nummer eins sein.

SPIEGEL ONLINE: Unternehmen klagen schon jetzt über Fachkräftemangel – haben aber massiv ältere Fachkräfte ins Aus gedrängt.

Stock-Homburg: Hier ist derzeit ein Prozess des Umdenkens in Unternehmen zu beobachten: Viele Unternehmen haben verstanden, dass sie enorme finanzielle Ressourcen und wertvolles Know-how verschenken. Man muss Mitarbeiter nicht mal in den Ruhestand schicken, sondern es reicht, dass sie sich überflüssig vorkommen, damit sie ihre Motivation verlieren. Darum muss sich die ganze Unternehmenskultur ändern.

Fachkräftemangel und demographischer Wandel

August 19, 2008

Im SPIEGEL Online, Ausgabe vom 19. August 2008, wird eine Studie vorgestellt (Artikel), die deutschen Unternehmen in Bezug auf die Vorbereitung auf den demographischen Wandel schlechte Noten ausstellt. Darin heißt es:

Der deutschen Wirtschaft droht der Arbeitskräftemangel – und die Firmen unternehmen dagegen wenig. Laut einer Studie (Studie „Pro 50 – Arbeit mit Zukunft“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC)) fühlen sich die meisten Konzerne auf den demografischen Wandel schlecht vorbereitet. Besonders Top-Manager ignorieren das Problem demnach weitgehend.

Das Ergebis der Studie: Das Ergebnis: Der Großteil der Unternehmen habe das Problem zwar erkannt. Aber gerade 34 Prozent der Befragten sagen, ihre Firma sei gut oder sehr gut auf den demografischen Wandel vorbereitet.

Insbesondere im Bereich der Fortbildung bestehen deutliche Mängel:

Nur 23 Prozent der Betriebe bieten explizit Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter jenseits der 50. Und gerade 17 Prozent der Unternehmen verfügen ausdrücklich über ein Karrieremodell für Mitarbeiter über 50 Jahren.

Die Ursachen sehen die Autoren vor allem in der Langfristigkeit der Maßnahmen:

„Die Trägheit des demografischen Wandels birgt zwar den Vorteil, dass die Veränderungen lange vorhersehbar sind“, sagt Holger Leckebusch, Deutschland-Direktor des Servicebereichs bei PwC. „Ihr Nachteil jedoch liegt genauso darin, dass Unternehmen ihnen nur durch langfristige Maßnahmen begegnen können.“

Auf den demografischen Wandel einstellen

August 14, 2008

Auszug aus: Sicherheitsreport 3/2008, Seminarangebot:

Damit Unternehmen auch zukünftig innovative und konkurrenzfähige Dienstleistungen und Produkte anbieten können, müssen sich Unternehmer, Führungskräfte und Fachverantwortliche der Personalabteilungen und der Personalentwicklung rechtzeitig mit dem eingetretenen demografischen Wandel befassen. Qualifizierte junge Fachkräfte sind schon heute für die Unternehmen schwer zu finden.

Was können Unternehmer und Führungskräfte tun, um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten? Welche individuellen Prognosen können für die Entwicklung der Altersstruktur im eigenen Unternehmen gemacht werden? Wie kann der Wissensschatz der älteren Mitarbeiter gesichert und an jüngere weitergegeben werden? Wie ist es dem Unternehmen möglich, das Können und Wissen aller Mitarbeiter optimal zu nutzen? Wie können die Leistungsfähigkeit und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter während des gesamten Erwerbslebens erhalten werden? Wie können ältere Mitarbeiter im Unternehmen gehalten werden? Wie können die personalen Ressourcen im Bereich Gesundheit gefördert werden? Wie sind Arbeitsstätten barrierefrei zu gestalten, damit die Potenziale aller genutzt werden können? Wie unterscheiden sich Alte und Junge? Wo liegen die Kompetenzen?

Mit diesen und ähnlichen Fragen müssen Sie sich auseinandersetzen, wenn Sie Ihr Unternehmen demografiesicher gestalten möchten.

Ältere Arbeitnehmer immer wichtiger

August 14, 2008

Auszug aus: Sicherheitsreport, Rubrik kurz und bündig, Ausgabe 3/2008:

Der demografische Wandel geht nicht spurlos an der Wirtschaft vorbei: Die Unternehmen müssen sich auf eine zunehmende Zahl von älteren Beschäftigten einstellen. Dabei wird oftmals bezweifelt, dass die Senioren den Anforderungen der modernen Leistungsgesellschaft standhalten. Mit einem hohen Lebensalter ist aber nicht automatisch eine geringere Leistung verbunden. Motiviert am Arbeitsplatz sind die älteren Semester allemal, darin sind sich Personalverantwortliche und Alterswissenschaftler einig.

Deutschlands Bevölkerung altert. Das macht sich auch in den Büros und an den Werkbänken bemerkbar: Analysen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge ist zwischen 1998 und 2006 der Anteil der über 50-Jährigen an allen Erwerbstätigen von 22,6 auf 25,7 Prozent oder um 1,5 Millionen gestiegen. Dagegen blieb die Zahl der unter 50-jährigen Beschäftigten über den Untersuchungszeitraum hinweg mit gut 27 Millionen nahezu stabil.