Mit ‘CSR’ verschlagwortete Einträge

Mit CSR zur Verantwortung bekennen

September 30, 2009

aus:  Newsletter: Bertelsmann-Stiftung, Donnerstag, 17. September 2009


Wege aus der Krise – CSR als strategisches Rüstzeug für die Zukunft
[...]In der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise hat ein alt gedienter Begriff Hochkonjunktur wie schon lange nicht mehr: „Verantwortung“. Der Ruf nach ihr ist laut und richtet sich besonders an Unternehmen und ihre Geschäftspraxis. Im Jahr eins nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers und der Verstaatlichung der Hypo Real Estate wird von Unternehmen ein neues Bekenntnis zur Verantwortung verlangt. [...]
Dabei ist der Ruf nach Verantwortung im Angesicht der Krise längst überfällig. Denn „die Krise“ ist lediglich ein Ausdruck dafür, dass bestehende Werte-Systeme – vorrangig unser Finanz- und Wirtschaftssystem – auf den Prüfstand müssen. Verantwortung übernehmen bedeutet vor allem, auf eine absehbare Zukunft bereits heute zu reagieren. Und absehbar ist, dass die großen Krisen<der Zukunft – der Kampf um natürliche Ressourcen und die weltweite Zunahme sozialer Ungleichheiten – Staaten wie auch Unternehmen unter viel größeren Handlungsdruck bringen werden. Vor diesem Hintergrund ist der ökologisch und sozial ausgerichtete Umbau des Wirtschaftssystems eine Notwendigkeit, der einer Neuausrichtung des Zusammenspiels von Wirtschaft, Politik unGesellschaft bedarf. Die Debatte über Corporate Social Responsibility (CSR) bzw. die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen kann dabei helfen, über diese Neuausrichtung nachzudenken. So kann die Wirtschaftskrise auch als ein Indikator für verantwortliches Wirtschaften verstanden werden. Sie zeigt, wo Unternehmen tatsächlich von sozial und ökologisch verantwortlicher Geschäftsführung profitieren und wo nicht mit dem Kerngeschäft verknüpfte Aktivitäten gesellschaftlichen Engagements schnell Einsparungsprogrammen zum Opfer fallen.[...]


Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter:  … Soziale Verantwortung

Wertewandel und aufgeklärte Konsumenten

Oktober 15, 2008

Auszüge aus einem Artikel der IHK-Zeitschrift WIM, Ausgabe 10/2008 (Hervorhebungen im Text von der Blog-Redaktion)

Markenkommunikation
Love and Peace

Aufgeklärte Konsumenten kaufen keine Produkte, bei deren Herstellung Mensch und Umwelt leiden. Marketing-Strategen, die das ignorieren, schaffen Probleme. Von Thomas Kohl [...]

Heute leben wir in einer neuen Welt, in der eine revolutionäre Erfindung namens Internet emanzipierten Konsumenten eine neue Plattform bietet. Konsumenten, denen es nicht mehr genügt, gute Qualität zum niedrigen Preis zu kaufen. Sie wollen wissen, wer das Produkt produziert und wie der Hersteller mit Angestellten und Umwelt umgeht. [...]

Kluges Marketing transportiert Werte, nicht nur Preise
[...]Oder besser noch, den Fragen mit einer Kommunikation zuvorzukommen, die Werte und nicht nur den Preis transportiert. [...]

Kommunikation muss heute der gestiegenen Verbrauchersensibilität gegenüber sozialen, ethischen und ökologischen Fragen Rechnung tragen. Und Unternehmen müssen einen ernsthaften Dialog mit dem Verbraucher beginnen. Der neue, internetgeschulte Konsument ist kritisch und gut informiert. [...]

Thomas Kohl ist Geschäftsführer der da kapo Kreative Werbung GmbH in Fürth (thomas.kohl@da-kapo.de).


Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter:  …  MarketingKommunikationCSR

Soziale Verantwortung übernehmen

September 30, 2008

Soziale Verantwortung (CSR = Corporate Social Responsibility); Autor: Wilhelm Küster, QET-Institut Erlangen, 30. September 2008

Verantwortungsbewusste Unternehmer übernehmen soziale Verantwortung nach innen und außen und machen sie zu einem festen Bestandteil ihrer Unternehmenskultur. Soziale Verantwortung beginnt im eigenen Unternehmen, also beim Management, den Mitarbeitern, beim Umweltbewusstsein, geht über die Verbraucher bis hin zum Engagement für das Gemeinwesen.

Nach einer Studie des IfM Bonn setzen sich über 80% der befragten deutschen mittelständischen Unternehmen aktiv, z.B. durch Spenden, kostenlose Überlassung von Produkten und Unternehmensressourcen oder durch eine ehrenamtliche Tätigkeit der Geschäftsführung und ihrer Mitarbeiter für soziale Belange ein, vor allem in den Bereichen Soziales, Kultur, Sport und Bildung. Als besondere Ausprägung sozialer Verantwortung gilt die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung.

Zunehmend spielt CSR auch bei globalen Aktivitäten der Unternehmen eine Rolle. So bewertet die Stiftung Warentest seit 2004 bei vielen Produkten (bisher u. a. Waschmaschinen, Fernseher, Vollwaschmittel, Funktionsjacken) „die Verantwortungsübernahme entlang der Wertschöpfungskette hinsichtlich sozialer und ökologischer Fragen“ und untersucht dabei die Produktions- und Fertigungsstätten im Ausland.

Auch beim aktuellen Waschmaschinentest, veröffentlicht in der Ausgabe der Testzeitschrift Oktober 2008, wurde separat vom eigentlichen Qualitätstest ein CSR-Test durchgeführt. Dabei wurden in den vier Themenfeldern „Soziales/Beschäftigte“, „Soziales/Produktion und Fertigung“, „Umwelt“ und „Verbraucher und Gesellschaft“ 35 Kriterien definiert und bewertet.

Beispiele aus dem Kriterienkatalog: Arbeitnehmervertretung, Beschäftigungssicherung, Arbeitszeitmodelle, Gesundheitsförderung, Familienfreundlichkeit, Chancengleichheit, Ausbildungsplätze, Frauenanteil, Schwerbehinderte, Weiterbildung, Einhaltung der Mindestsozialstandards usw. (Diese und viele andere Kriterien spielen auch in den „Richtlinien Unternehmenskultur“ des QET-Instituts eine zentrale Rolle.)
Als besonders bemerkenswert am Waschmaschinen-Test erscheint mir, dass die Sieger-Firmen des herkömmlichen Qualitätstests auch beim CSR-Test zur Spitze gehörten
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