Mit ‘Frauen’ verschlagwortete Einträge

Dem Führungs- und Fachkräftemangel vorbeugen

September 6, 2008

Viele Unternehmen setzen bei der Einstellung immer noch auf möglichst junge männliche Mitarbeiter und werden mit dieser Einstellungspolitik bald größere Probleme bekommen.

aus: SPIEGEL Online Stand: 05. September 2008

PERSONALFÜHRUNG
„Ab 27 lassen unsere Fähigkeiten nach“

Ältere, weibliche und kranke Mitarbeiter – um sie müssen Unternehmen buhlen, wenn sie dem Fachkräftemangel beikommen wollen, sagt Deutschlands jüngste BWL-Professorin Stock-Homburg. Dabei ist Alter relativ, denn schon ab Ende 20 gelte man als alt.

SPIEGEL ONLINE: Frau Stock-Homburg, wieso raten Sie Unternehmen, sich besonders um ältere und weibliche Mitarbeiter zu kümmern – setzen Sie sich für Randgruppen in deutschen Unternehmen ein?

Ruth Stock-Homburg: Randgruppe ist ein ganz falscher Begriff. Diese Menschen sind wichtige Ressourcen – nur haben leider noch nicht alle Firmen ihren Wert entdeckt. Wir stehen bereits jetzt einem starken Fach- und Führungskräftemangel gegenüber. In fünf bis zehn Jahren können wir Stellen nicht mehr besetzen, spätestens da brauchen wir qualifizierte und insbesondere auch motivierte ältere und weibliche Mitarbeiter.

BWL-Professorin Stock-Homburg: Fach- und Führungskräftemangel wird bald die Wachstumsbremse Nummer eins sein.

SPIEGEL ONLINE: Unternehmen klagen schon jetzt über Fachkräftemangel – haben aber massiv ältere Fachkräfte ins Aus gedrängt.

Stock-Homburg: Hier ist derzeit ein Prozess des Umdenkens in Unternehmen zu beobachten: Viele Unternehmen haben verstanden, dass sie enorme finanzielle Ressourcen und wertvolles Know-how verschenken. Man muss Mitarbeiter nicht mal in den Ruhestand schicken, sondern es reicht, dass sie sich überflüssig vorkommen, damit sie ihre Motivation verlieren. Darum muss sich die ganze Unternehmenskultur ändern.

Top-Managerinnen immer noch selten

August 9, 2008

In der Ausgabe vom 04.08.2008 befasst sich Reporterin Cornelia Schmergal mit Frauen als Top-Führungskräften in der deutschen Wirtschaft. Hier ein Auszug:

Willkommen in der Macho-AG. In Sachen weibliches Top-Management ist Deutschland ein Entwicklungsland.

Gerade mal ein Prozent aller Vorstandsposten der 200 größten deutschen Unternehmen ist mit einer Frau besetzt, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im vergangenen Jahr herausgefunden hat. Das DIW will die Studie jetzt aktualisieren. Erste Erkenntnis: Die Männerwirtschaft nimmt sogar noch zu. Unter » den Vorständen der börsennotierten Dax-30-Unternehmen findet sich nur noch eine einzige Frau: Bettina von Oestereich, die bei der Hypo Real Estate Gruppe das Risiko-Management verantwortet. Das deutsche Top-Management? Ungefähr „so frauenfreundlich wie Saudi-Arabien“, schrieb die „Süddeutsche Zeitung“ jüngst.