Mit ‘Werteorientierung’ verschlagwortete Einträge

Wie sehen sich moderne Manager?

Oktober 4, 2009

aus:  Havard Business Manager 05/2009
Ausschnitte aus dem Artikel Von Paul J. Kohtes:

Führungskräfte
Das Selbstbild moderner Manager

Was treibt Manager an? Welchen Werten fühlen sie sich verpflichtet? Wo finden sie Sinn? Spannende – und ernüchternde – Antworten auf diese Fragen gibt eine aktuelle Studie

Pflichtbewusst, leistungsorientiert und zu privatem Verzicht bereit: Die Spitzenkräfte der deutschen Wirtschaft leben für und in ihrem Beruf. [...]

Das Ergebnis: An der Spitze der Konzerne und großer mittelständischer Unternehmen in Deutschland stehen Menschen, die gut funktionieren und überwiegend innerhalb der Grenzen des Systems denken und handeln. Ein Ergebnis, das auf den ersten Blick nicht überrascht. Spannend wird es, weil sich zwei Fragen daran knüpfen: Zum einen ist es die Frage nach Werten, die sich nicht aus Funktions- und Leistungsanforderungen speisen; nach Sinn- und Zielvorstellungen, die Vitalität und innere Unabhängigkeit verleihen. Zwar schimmern diese hinter den vordergründigen Antworten zuweilen durch. Viele Manager erleben sie aber hauptsächlich in der Privatsphäre. [...]

Die Führungskräfte haben ein klares Bild vor Augen, wie sie vor sich selbst und in der Öffentlichkeit erscheinen wollen: Leistungsstark, wertebewusst und sozial verantwortlich. Doch dieses Bild wirkt vordergründig. Seinen Weg vom eher rationalen Entwurf bis zur gelebten Grundüberzeugung muss er erst noch finden. [...]

Mehr Persönlichkeit wagen heißt das Gebot der Stunde. Es sind die Nonkonformisten, die im Geschäft etwas bewegen – ohne sich zu verbiegen.


Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter:  … Führungskompetenzen

Unser Tipp: Besuchen Sie die Führungsseminare der … QET Akademie …, die  Ihnen für die  Suche nach dem richtigen Weg und zu einer bewussten Werteorientierung wertvolle Hilfen vermitteln .

Gelten ethische Grundprinzipien noch?

Oktober 4, 2009

aus:  Havard Business Manager 08/2009, Ausschnitte aus dem Artikel:

Ethik
Vom ehrbaren Kaufmann

Von Hartwig von Schubert

[...]die Krise verdient differenzierte Analysen. Die Heilung wird sich nicht auf Symptome beschränken können, sondern muss an die Wurzeln gehen und nach dem zivilisatorischen Sinn menschlichen Wirtschaftens fragen: Was sind die ethischen Grundprinzipien gesellschaftlichen Zusammenlebens? An welchen Tugenden sollte sich ein ehrbarer Kaufmann orientieren? Doch es wird sich nur wenig ändern, wenn Führungskräfte weiter dem Motto folgen „Moral ist gut, solange sie nicht meine Geschäfte stört.“ Diesen lockeren Umgang vieler Manager mit Wertvorstellungen hat erst kürzlich eine Untersuchung des Instituts für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen bestätigt [...]

In vielen Unternehmen scheinen die Verantwortlichen der Maxime zu folgen: Sobald die Politik ihre ethischen Überzeugungen in Gesetze gegossen hat, müssen die eigenen Justiziare eigentlich nur die Spielräume dieser Regelungen kreativ nutzen und die Finanzvorstände die Folgen von Rechtsverstößen nur scharf kalkulieren. Die Ethik selbst braucht sie nicht zu interessieren. Wer es etwas anspruchsvoller wünscht, mag zusätzlich den wahrscheinlichen Imageschaden berechnen, der auf einen Bruch mit öffentlichen Moralvorstellungen zu folgen pflegt. Doch auch dann interessiert die Ethik nicht um ihrer selbst willen, sondern nur als möglicher Kostenfaktor.

Warum also sollte ein nüchterner Kaufmann sich ernsthaft ethische Maximen auferlegen?

Aus dem einzigen Grund: Weil er es selbst so will![...]
Weil es ihm Freude macht, vernünftig zu handeln. Weil ihm die Ehre, anständig zu leben, im Zweifel wichtiger ist, als der Spaß, einen finanziellen Nutzen zu erzielen.[...][...]


Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter:  … UnternehmensethikWerteorientierung

Das Scheitern eines Unternehmers

Mai 5, 2009

aus:  DER SPIEGEL, Ausgabe 19/46, vom 04. Mai 2009

Auszug aus einem Interview mit

Philipp Daniel Merckle, 42, über den Suizid seines Vaters und Lehren aus dem Niedergang des schwäbischen Milliardenimperiums

Merckle: [...] Darüber hinaus glaube ich, dass wir als Gesellschaft Lehren daraus ziehen können.

SPIEGEL: Welche hauptsächlich?

Merckle: Dass wir als Unternehmer zurückfinden müssen zu einer gelebten Identität; zu Werten wie Vertrauen, Glaubwürdigkeit, zu verantwortlichem Handeln und den Prinzipien ehrbarer Kaufleute, wie sie beispielsweise mein Großvater noch gelebt hat. Und zu gesundem Maßhalten.[...]

Merckle:  Grundsätzliche Fragen wurden dagegen viel zu selten gestellt: Was wollen wir mit all diesen Firmen? Wofür stehen wir überhaupt? Welches Ziel haben wir – außer Profit? Da verlor mein Vater in den vergangenen Jahren sich selbst aus den Augen … [...]

SPIEGEL: Ihr unternehmerischer Misserfolg könnte zu der These verführen, dass Wirtschaft und Moral, Ethik und Erfolg eben nicht zusammenpassen.

Merckle: [...] Langfristig geht es nicht nur um Kostenmanagement, Benchmark, Profitmaximierung, Steuerschlupflöcher. Es geht um beständige, integre Wege. [...]

Was, lieber Blog-Leser, meinen Sie zu der hypothetischen Frage des SPIEGEL-Interviewers,

„dass Wirtschaft und Moral, Ethik und Erfolg eben nicht zusammenpassen.“?

Ich bin auf Ihre Antworten gespannt!

Werteorientierung steigert Geschäftserfolg

April 20, 2009

Pressemitteilung vom 24.03.09
von: boloria – kundendialog mit dimension!
Manfred Heros, Inhaber der boloria Marketing Consulting

(Hervorhebungen von der blog-Redaktion)

Eine neue Werteorientierung wird in der Krise für Unternehmen immer wichtiger

Die Teilnehmer des 7. Expertenforums Mittelstand haben am 19.03.09 in Frankfurt zu einer grundsätzlichen Wertedebatte in Deutschland aufgerufen. „Wir müssen uns die Frage stellen, ob das Streben nach Profitabilität wirklich das einzige Ziel menschlichen Handelns ist“. Hierzu der Kommentar von Manfred Heros (boloria Marketing Consulting):

Werteorientierung ernst betrieben nimmt tiefgreifend Einfluss auf alle Geschäftsbereiche eines Unternehmens. Damit sind ein hoher Zeitaufwand und hohe Investitionskosten verbunden. Genau aus diesem Grund gehen viele Unternehmer und Manager dieses wichtige Thema immer noch mit zu wenig Ehrgeiz und Ernsthaftigkeit an. In den Unternehmen herrscht oftmals noch das Denken vor, dass Werteorientierung zu wenig greifbar ist, wenig konkretes hervorbringt und kurzfristig keinen Beitrag zur Umsatzsteigerung leistet. Und genau hier liegt das Dilemma. Das kurzfristige Vertriebsdenken steht bei den Verantwortlichen primär auf der Tagesordnung.

In meiner Ausgabe 03 der Kundeninformation „Cue – Value- und Dialogmarketing im Fokus“ aus dem Jahr 2007 vertiefte ich dieses Thema und ging hierbei speziell auf den Mittelstand ein. Mein Fazit damals: Werteorientierung wird zukünftig erfolgsentscheidend für jedes Unternehmen. Sie muss zum integrierten Bestandteil der Unternehmensstrategie und -kommunikation werden und ist eine Pflichtübung für jeden Manager und Unternehmensleiter. Denn sie fördert sowohl die Orientierung als auch der Transparenz innerhalb des Unternehmens. Darüber hinaus wird das nötige Vertrauen und ein verlässlicher Rahmen geschaffen, um konzentriert arbeiten zu können. Dies belegt auch die aktuelle Führungskräftebefragung 2009. Eine Studie der Wertekommission – Initiative für wertebewusste Führung e. V. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Managerverband e. V.

Letztendlich steigern Unternehmen bei Umsetzung einer werteorientierten Unternehmensstrategie langfristig den Erfolg. Vor allem in Bezug auf das Marketing ist die Werteorientierung eines Unternehmens gewinnbringend. Denn die Krise und die Veränderung des Kommunikationsverhaltens verlangen heute nach neuen Herangehensweisen im Marketing und im Kundendialog. Die Kunden (egal ob B-to-C oder B-to-B) erwarten vor allem Klarheit, Einfachheit und mehrwertorientierte Lösungen.


Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter:  … Werteorientierung

Wertewandel und aufgeklärte Konsumenten

Oktober 15, 2008

Auszüge aus einem Artikel der IHK-Zeitschrift WIM, Ausgabe 10/2008 (Hervorhebungen im Text von der Blog-Redaktion)

Markenkommunikation
Love and Peace

Aufgeklärte Konsumenten kaufen keine Produkte, bei deren Herstellung Mensch und Umwelt leiden. Marketing-Strategen, die das ignorieren, schaffen Probleme. Von Thomas Kohl [...]

Heute leben wir in einer neuen Welt, in der eine revolutionäre Erfindung namens Internet emanzipierten Konsumenten eine neue Plattform bietet. Konsumenten, denen es nicht mehr genügt, gute Qualität zum niedrigen Preis zu kaufen. Sie wollen wissen, wer das Produkt produziert und wie der Hersteller mit Angestellten und Umwelt umgeht. [...]

Kluges Marketing transportiert Werte, nicht nur Preise
[...]Oder besser noch, den Fragen mit einer Kommunikation zuvorzukommen, die Werte und nicht nur den Preis transportiert. [...]

Kommunikation muss heute der gestiegenen Verbrauchersensibilität gegenüber sozialen, ethischen und ökologischen Fragen Rechnung tragen. Und Unternehmen müssen einen ernsthaften Dialog mit dem Verbraucher beginnen. Der neue, internetgeschulte Konsument ist kritisch und gut informiert. [...]

Thomas Kohl ist Geschäftsführer der da kapo Kreative Werbung GmbH in Fürth (thomas.kohl@da-kapo.de).


Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter:  …  MarketingKommunikationCSR

Neue Ehrlichkeit im Marketing?

August 9, 2008

Ein Artikel der Wochen-Fachzeitschrift „werben und verkaufen/w&v“ vom 30. März 2006 bringt viele Marketing-Leute und Werbungtreibende in einen Handlungsdruck. Hier ein Auszug:

Auf der Basis eines Forschungsprojekts in der Unternehmenskommunikation der Universität Hohenheim unter dem Titel „Glaubwürdigkeit – Schlüssel zum Vertrauen“ kam jetzt in das Bewusstsein der Werbungtreibenden und der Werbebranche, was die Verbraucher selbst schon längst verinnerlicht haben und auch schon deutlich leben: „In der Gesellschaft vollzieht sich derzeit ein moralischer Wandel – eine ,neue Ehrlichkeit’ setzt sich durch. Die Folge: Konsumenten verlangen von Unternehmen mehr Offenheit.“ Das Forschungsprojekt zeigt alarmierende Zahlen: Das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Wirtschaft im Allgemeinen und in Unternehmen im Besonderen ist erschüttert. Lediglich knapp ein Viertel der Bundesbürger glaubt, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter und die Öffentlichkeit offen informieren.

Unternehmensführung und Ethik

Juli 21, 2008

Professor: Manager brauchen Ethikkodex

Der Jenaer Ethikprofessor Nikolaus Knoepffler hat Verhaltensregeln für Manager angemahnt. „Für die Führungsebene eines Unternehmens müssen eigene Leitlinien gelten“, forderte der Leiter des Ethikzentrums an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die in vielen deutschen Konzernen bestehenden allgemeinen Ethikregeln müssten daher speziell auf die Führungsriege zugeschnitten werden. …

aus „Norbayerischer Kurier“, Seite 7, vom 21. Juli 2008