Mit ‘Work-Life-Balance’ verschlagwortete Einträge

Rechnen sich glückliche Mitarbeiter?

Mai 12, 2009

Auszug aus:  Nürnberger Nachrichten, 11. Mai 2009

Bericht über den Vortrag des Glücksforschers Karlheinz Ruckriegel beim Festakt des Lions Club Nürnberg

Ruckriegel empfiehlt statt Karrierestreben eine Balance zwischen Arbeit und Leben.

Deutsche sind unglücklich

[...]Deutschland ist zwar die viertreichste Nation der Welt, liegt aber bei einer Untersuchung zum Glücklichsein international nur auf Platz 35.[...]

Geld jedenfalls macht nicht glücklich, sonst würde das Streben nach mehr bei den Superreichen ja nachlassen.[...]

Ruckriegel setzt dagegen auf liebevolle Beziehungen, die allerdings Zeit voraussetzen; auf positive Einstellung, Gesundheit, befriedigende Arbeit, gute soziale Beziehungen in den Unternehmen, Werte und Ziele. Immer mehr Firmen und Führungskräfte begreifen, dass positive Unternehmenskultur nicht nur die die Glückshormone purzeln lässt, sondern sich rein betriebswirtschaftlich auf der Habenseite verbuchen lässt.[...]


Was meinen Sie dazu, liebe Blogleser? Kann Arbeit glücklich machen und rechnen sich glückliche bzw. zufriedene Mitarbeiter tatsächlich?

Definitionen und Erläuterungen zu im Text angesprochenen Themen und Begriffen finden Sie im QET-Lexikon u. a. unter:  … Beruf und FamilieUnternehmenskultur

Familie und Arbeitswelt

November 19, 2008

aus:

UNK- Sonder-Newsletter am 18.11.2008 – „Unternehmen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ (Bertelsmann-Stiftung) (Hervorhebungen im Text von der Blog-Redaktion)

Balance von Familie und Arbeitswelt

Familienfreundlichkeit ist ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Studien belegen die positiven gesellschaftlichen wie auch volkswirtschaftlichen Effekte, die durch die Gemeinschaft einer Familie als „Keimzelle einer Gesellschaft“, eine höhere Kinderzahl wie auch einer steigenden Frauenerwerbstätigkeit und ein verbessertes Bildungsniveau von Kindern entstehen. Von Angeboten zu einer besseren Balance von Familie und Arbeitswelt profitieren somit nicht nur Familien mit Kindern, sondern auch Unternehmen, Staat und Gesellschaft.

Seit 2003 kooperieren die Bertelsmann Stiftung und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erfolgreich im Projekt „Balance von Familie und Arbeitswelt“. Das Projekt will über die grundsätzliche Sensibilisierung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Teil der persönlichen Entwicklung und Sinnerfüllung eines Menschen hinaus insbesondere in der Arbeitswelt durch bessere Lösungsansätze zwischen Führung und Mitarbeitern Akzente setzen.

Es ist daher ein Ziel, Unternehmen, vor allem im Mittelstand, zu unterstützen, eine familien- und work-life-balance-orientierte Unternehmenskultur aufzubauen, entsprechende Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Gleichzeitig werden aber Mitarbeiter und Berufseinsteiger verstärkt sich mit einer langfristigen Berufs und Lebensplanung bewusst auseinander setzen und Eigenverantwortung für die Gestaltung ihrer eigenen work-life-Balance übernehmen müssen. Voraussetzung sind hierfür sind aber innovative, praxisorientierte Infrastruktur vordinglich bei der Kinderbetreuung.

In seiner aktuellen Projektphase konzentriert sich das Projekt „Balance von Familie und Arbeitswelt“ auf die folgenden drei Bausteine:

Baustein „Kompetenzen in Unternehmen aufbauen“: Führungskräfte und/oder Mitarbeiter aus Unternehmen werden zu Mentoren für eine familien- und work-life-balance-orientierte Personalpolitik ausgebildet. Als Mentoren schaffen sie in ihren Unternehmen entsprechende Grundlagen und etablieren passende Instrumente und Maßnahmen im Rahmen ihrer Unternehmenskultur. Sie übernehmen im Sinne eines „Best-practice- Unternehmen“ Vorbildfunktion für andere Betriebe.

Baustein „Individuum stärken“: Durch die Auswahl kreativer und innovativer Lösungen bei der Gestaltung ihrer Lebens- und Berufsplanung übernehmen Menschen eine Vorbildfunktion für andere. Darüber hinaus kann durch die Qualifizierung junger Menschen im Übergang von Schule und Beruf bzw. beim Berufseinstieg bereits die Sensibilität und damit die Eigenverantwortung für die Balance von Beruf, Familie und Privatleben gestärkt werden.

Baustein „Infrastruktur und Expertise im wirtschaftlichen Umfeld“: Familienfreundlichkeit bedarf innovativer Infrastrukturkonzepte und ausgewiesener Expertise wichtiger Ansprechpartner. Akteure aus dem wirtschaftlichen Umfeld, wie Verbände, Kammern, Kommunen sowie Weiterbildungseinrichtungen qualifizieren sich und erweitern ihre Angebote zur Information, Beratung und Weiterbildung von Unternehmen. Das Balance-Projekt unterstützt eine Modellregion in Deutschland bei der Entwicklung zur familienfreundlichsten Wirtschaftsregion Deutschlands.

Mit den übergreifenden Formaten „Expertenkommission Familie“ und „Monitor Familie und Arbeit“ werden Trends und Einstellungen erfasst, Zukunftsthemen aufgegriffen und Handlungsempfehlungen und Impulse für die Öffentlichkeit gegeben. Darüber hinaus wird die erfolgreiche Kooperation mit dem Kreis Gütersloh im Lokalen Bündnis für Familie im Kreis Gütersloh fortgesetzt.

Unternehmenskultur und soziale Verantwortung

September 6, 2008

In vielen mittelständischen Unternehmen findet man eine ausgeprägte Unternehmenskultur, u. a. sichtbar in der Übernahme sozialer Verantwortung.

Der WAZ-Artikel vom 05. September 2008 beschreibt ein vorbildliches Unternehmen in NRW.

„Hering übernimmt Verantwortung”
Burbach, 05.09.2008, Ulrich GEIS

Burbach. (rs) Das Holzhausener Unternehmen Hering Bau ist Träger des „Roswith-Oerter-Arbeitnehmerpreises”, den die Christlich-Demokratische-Arbeitnehmer-Bewegung (CDA) am Donnerstagabend in Burbach zum vierten Mal vergab.

Die Auszeichnung, benannt nach Roswith Oerter, der CDA-Kreisvorsitzenden in den Jahren 1982 bis 1992 und stellvertretende CDA-Bezirksvorsitzende von 1991 bis 1993, wird an Betriebe und Bildungseinrichtungen vergeben, die sich durch soziales Engagement auszeichnen. In seiner Laudatio begründete der Düsseldorfer Sozialminister Armin Laschet die Preisvergabe: „Hering übernimmt Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und darüber hinaus in der Gesellschaft“. Das Unternehmen bietet seinen Arbeitern und Angestellten ein breites Spektrum an flexiblen Arbeitszeiten, Telearbeits-plätzen und betrieblicher Kinderbetreuung an. Auch zeige Hering Bau mustergültig, wie man generationenübergreifende Aspekte in die Unternehmenskultur integrieren kann. Dazu zählten Familienfeste mit Kindern und Treffen für die „Ehemaligen”. Mitarbeiter erhielten individuell erforderliche Weiterbildung und für Nachwuchskräfte biete das Unternehmen eine eigene Seminarreihe an. Auch die Gesundheit der Belegschaft ist der Familie Hering wichtig. So wurde extra ein modernes Gesundheitsstudio eingerichtet und im April dieses Jahres mit anderen Firmen ein gemeinsamer Gesundheitstag angeboten – mit Herzvorsorgeuntersuchungen, Herz-Kreislauf-Tests und vielem mehr. Des Weiteren engagiert sich Hering Bau für den Umweltschutz und wurde dafür vom BUND geehrt.